Kontakt anbieten: Kontaktmöglichkeiten für die Anwalts-Website

Von  Simon Hengel,  Stichwörter: , , , ,

Viele einfache Kontaktmöglichkeiten anzubieten ist für das Funktionieren der Anwalts-Website zentral – schließlich soll sie neue Mandanten in die Kanzlei bringen. Deshalb sollten Besucher von jeder Seite Ihres Internetauftritts aus schnell Kontakt aufnehmen können. Und die Kontaktmöglichkeiten müssen einladend wirken.

Kontaktmöglichkeiten schaffen

Vieles davon ist eine Frage der Website-Gestaltung.

  •  Ein Navigationspunkt, am besten ganz konventionell mit „Kontakt“ betitelt, sollte leicht zu finden und von jeder Seite der Website aus leicht erreichbar sein.

  • Eine andere Möglichkeit, um die Kontaktaufnahme zu befördern: Setzen Sie Telefonnummer, Straßen- und E-Mailadresse auf alle Seiten Ihrer Website, z.B. in die Kopf- oder Fußzeile des Seitendesigns.

  • Eine gute, weil niedrigschwellige Möglichkeit, zur Kontaktaufnahme einzuladen, ist ein Kontaktformular. Das regt eher zum spontanen Sich-Melden an als nur die Angabe von Kontaktdaten.

In welcher Form und wie auffällig Sie Kontaktmöglichkeiten einbinden und zur Kontaktaufnahmen animieren, hängt sinnvollerweise von Ihrer Zielgruppe und dem atmosphärischen Gesamtkonzept Ihrer Website ab.

Sehr konsequent und auffällig ist die Kontaktaufforderung bei „Anwälte gegen Abmahnung”, hier passt es aber auch zur Zielgruppe und zum Konzept der Website.

Auch wenn Sie nicht marktschreierisch wirken wollen, ist eine durchgängige Kontaktmöglichkeit und der regelmäßige Hinweis darauf nicht verkehrt. Er muss dann nur etwas dezenter ausfallen.

Eher unauffällig, aber jederzeit verfügbar ist dagegen die Kontaktmöglichkeit bei der Kanzlei Krause-Thiel. Dafür gibt es hier einen freundlichen Satz zum Formular dazu. Dieser freundliche Begleitsatz zeigt, dass das Schaffen durchgängiger Kontaktangebote eben doch nicht nur ein Thema für den Webdesigner ist. Es geht dabei immer auch um die Feinabstimmung der Formulierungen.

Kontaktangebote als durchgängiges Motiv

Ein Link, neben dem “Weiterlesen” steht, wird häufiger angeklickt. Das ist eine der klassischen Erkenntnisse der „Usability”-Forschung zum Verhalten von Menschen auf Webseiten. Allgemein ausgerdrückt: Wird eine Handlungsmöglichkeit auf einer Websitte von der entsprechenden Handlungsaufforderung begleitet, dann wird diese Funktion auch öfter benutzt. Diesen Umstand sollten Sie sich zu nutze machen. Es lohnt sich, regelmäßig darauf hinzuweisen, dass man als Ansprechpartner zur Verfügung steht!

Auch Kontaktformulare sind für Rechtsanwälte etwas komplizierter als vielleicht für andere Dienstleister. Das gilt besonders dann, wenn Sie Online-Beratung anbieten und deshalb auf einige Hinweise nicht verzichten wollen: Etwa, dass in manchen Fällen nur eine persönliche Beratung weiterhilft, oder der immer mal nötige Verweis, dass für jede Auskunft zur Sache bezahlt werden muss.

Trotzdem: Versuchen Sie, diese Hinweise so kurz und freundlich zu formulieren, wie es geht. Es wäre schade, wenn Interessenten durch einen ganzen Verhau aus Kleingedruckten von der Benutzung des Kontaktformulars abgehalten würden. Sie wollen doch niemand abschrecken – jedenfalls keinen zahlenden Mandanten.

Beispiele für einladende Kontaktformulare finden sich bei Thomas Krause Rechtsdienstleistungen oder Rechtsanwalt Thomas Schwenke. Ob dagegen auch Anmerkungen in dieser Form als Einladung verstanden werden?

Beim Erleichtern des Kontakts geht es jedoch nicht nur um die Kontakt-Unterseite bzw. das Kontaktformular. Explizite Anregungen und Links zur Kontaktaufnahme sind zudem überall dort sinnvoll, wo sie eine spezielle Zielgruppe ansprechen. Sie haben eine Unterseite zu einer speziellen Rechtsfrage? Weisen Sie darauf hin, dass Sie für Rechtsberatungen zur Verfügung stehen. Dort wirkt schon der Inhalt wie ein Filter, der potenzielle Mandanten als Leser heraussucht. Wollen Sie diese potenziellen Mandanten einfach wieder ziehen lassen, ohne Sie zumindest auf den Gedanken zu bringen, sich mit ihrem Problem bei Ihnen zu melden? Solche Hinweise dürfen natürlich nicht auf Erteilung eines Mandats im Einzelfall gerichtet sein. Das ist aber nur dann ein Risiko, wenn die Zielgruppe des Beitrags sehr spezifisch ist und Sie argumentativen Druck aufbauen (mehr dazu bei der RAK München).

Gelegentlich trifft man auf Bedenken. Führt eine niedrige Kontaktschwelle nicht vor allem dazu, dass Anfragen von „Trittbrettfahrern“ kommen, die zwar Ratschläge einholen, nicht aber bezahlen wollen? Doch, das kann schon passieren. Das Abwimmeln solcher Leute ist zwar ärgerlich – aber wenn man es als Preis für den Erfolg sieht, wird es vielleicht etwas angenehmer. Schließlich ist auch das ein Gradmesser für Ihre erfolgreiche Marktpräsenz.


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